Tägliche Archive: April 22, 2019

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Plankalkül Einführung Teil 1: Sprache, Zuweisungen

Der Plankalül ist eine der ersten Highlevel Programmiersprachen. Die Konzepte dieser Sprache wurden von Konrad Zuse zwischen 1942 und 1945 entworfen – aufgrund des Zweiten Weltkrieges gab es aber nie eine technische Umsetzung. Die Sprache ist aber trotzdem interessant, da sie schon viele Konzepte und Ideen enthält, die in allen modernen Programmiersprachen vorhanden sind.

Porgramme heißen in Plankalkül “Rechenplan”, Daten heißen “Angaben” und der Algorithmus wurde mit “Vorschrift” bezeichnet. Der Plankalkül umfasst unter anderem Zuweisungen, Funktionsaufrufe, bedingte Anweisungen, Schleifen, Gleitkommaarithmetik, Felder, zusammengesetzte Datentypen und andere besondere Merkmale wie zielgerichtete Ausführung.

Wir beginnen mit einer kurzen Einführung in den Syntax des Plankalkül, der nach heutigen Standards ungewöhnlich -weil zweidimensional –  ist:Obiges ist ein Beispiel für eine Zuweisung. Der Wert von Z0 wird hier Z1 zugewiesen. Das V steht für den Variablenindex. In der letzten Zeile können Angaben zur Struktur der Objektdaten angebeben werden.  1.n bedeutet eine Ganzzahl zwischen 1 und 2^n-1. In nachfolgendem Beispiel wird der Wert von Z1 um 1 erhöht und wieder als natürliche Zahl in z1 gespeichert.

Das obige Beispiel wäre in C einfach als

Z1++;

zu notieren :-).

Z22 Deckblatt Anleitung

Zuse Z22 “Hello World” Programm (aktualisierte Version)

Einige von Euch kennen die alten Großrechner von Konrad Zuse aus Museen, z.B. dem Deutschen Museum in München oder dem Computermuseum der FH Kiel. Dort erfährt man einiges über die Hardware diese alten Rechner. Leider gibt es dort aber kaum Infos wie man Programme für sie geschrieben hat. Darum gibt es hier in unregelmäßigen Abständen Programmbeispiele für diese alten Großrechner. Mein Erstes Programmbeispiel ist ein “Hallo Welt” Programm für die Z22 von Konrad Zuse.

Vorweg ein wenig zur Technik der Z22. Die Z22 ist Zuses erster Röhrenrechner und kam 1956 für etwa 160.000 DM auf den Markt.

Z22

Z22 Im Technischen Museum Berlin (c) Jürgen Götzke https://commons.wikimedia.org/wiki/User:JuergenG – Creative Commons Attribution Share Alike 3.0 Unported

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